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1950 Ford Shoebox Custom

Factsheet

1950 Ford Shoebox Custom
350 cui V8 (5.7-Liter) 155 hp
TH350 3-Speed Automatic


About

64 Jahre ist es her, daß die Ford Motor Company ihren ersten völlig neuen PKW seit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs vorstellte. Der neue Ford hieß, so wie damals üblich, einfach "Ford" - und obwohl es manchem modernen Zeitgenossen schwerfällt, sich damit anzufreunden: So war das damals. Der Chevrolet von 1950 zum Beispiel hieß "Chevrolet", und der Plymouth, nun ja, der hieß "Plymouth". Vielleicht sollte man zur Verdeutlichung hinzufügen: Mehr als ein Modell hatte keiner der Hersteller im Angebot, allerhöchstens verschiedene Ausstattungsvarianten. Da braucht man sich nicht wundern, daß Chevrolet 1962 sein erstes zweites (gemeint wie geschrieben!) Modell auf den spektakulären Namen Chevy II taufte... Doch zurück zu unserem Auto - der Ford, oder Ford Ford, wenn man unbedingt will, wurde von 1949 bis 1951 mit nur minimalen optischen Korrekturen gebaut. Dieser Modellgeneration gab die Anhängerschaft und Fangemeinde später den Beinamen "Shoebox", zu deutsch: "Schuhkarton". Auf den Ursprung des Kosenamens angesprochen, weisen Ford-Fans üblicherweise ziemlich schnell auf das schuhkartonartige Äußere des einsamen Fords hin... Nun ja. Es besteht die Möglichkeit, das Schuhkartons 1949, 1950 und 1951 nun eben einfach andere Formen hatten als Schuhkartons von 1980 oder eventuell 1990 oder jedem anderen denkbaren Zeitpunkt in der Geschichte der Schachtel, vielleicht aber bezog sich der Name ursprünglich schlicht auf Fahrkomfort und -eigenschaften des (recht erfolgreichen) Modells.

Wie dem auch sei, der Ford avancierte über die folgenden Jahrzehnte zu einem Lieblingsmodell der amerikanischen Customizer-Szene. Tatsächlich könnte man behaupten, für den Wagen gäbe es eine Art Custom-Standard - so häufig ist der Wagen modifiziert worden, daß es keine denkbare Variation des Themas gibt, die nicht irgendwo schon verwirklicht worden wäre. Populärer ist höchstens noch der Mercury aus dem gleichen Bauzeitraum. Daß zwei Marken aus dem Ford-Konzern die Spitzenplätze belegen, spricht Bände über das Design der damaligen Konkurrenz aus dem Hause GM: Ford und Mercury waren im Vergleich mit GM besonders Customwürdig (für die Anhänger der Schuhschachtelformtheorie), oder eben besonders Custombedürftig (für GM-Fans).Wie dem auch sei - der Ford ist kein junger Hüpfer mehr. Die Shoebox ist ungefähr 18 Jahre älter als so mancher Dodge Charger - und selbst der wird im Jahr 2013 oft als Ungeheuer aus altvorderen Zeiten wahrgenommen. Im Gegensatz dazu ist sein Eigentümer ein junger Mann (und jeder Charger-Fan unter 30, der das anders sehen will, möge sich einmal fragen, welche führende Rolle sein Vater im großen Skateboard-Boom der späten Achtziger und Neunziger gespielt hat!) - und Automobil-Connaisseur ist er ohnehin. Neben einigen englischen Automobilversuchen schmückt seine Werkstatt unter anderem ein Ford Falcon Tourenwagen.

Deshalb kann der Stuttgarter auch getrost alle böswilligen Theorien oder Ansichten über Fahrkomfort und -eigenschaften seines Fords an sich abperlen lassen, zum Schnellfahren hat er wesentlich furioseres. Der Ford soll nur einem einzigen Zweck dienen: Der entspannten Cruise-Tour durch die Innenstadt (und zu solchen Cruising-Hotspots wie den OSCW Cruising Nights in Downtown Stuttgart!). Nur für diesen Zweck wurde er gekauft - im Mopar-Bundesland Bayern übrigens - und im Winter 2012/2013 zu OSCW gebracht. Hier wurde das formschöne Coupé ersteinmal entkernt, um dann anschließend eine Korrektur der Dachlinie und der Heckscheibenpartie zu erfahren. Anschließend kommt der Ford in ein Säurebad, wird dann KTL-grundiert und erhält einen Neulack in einer von der Ehefrau des Eigentümers abgesegneten Farbe. Die richtige Fahrwerkshöhe, einzelne Karosseriedetails und eine grundsätzliche Aufarbeitung der Technik sollen zudem dafür sorgen, daß der Wagen auf dem heißen Cruising-Pflaster der Stadt am Neckar eine gute Figur macht. Muscle Car-Piloten, die dem eleganten Schuhkarton, in einer lauen Nacht vielleicht, an einer einsamen Stuttgarter Verkehrsampel begegnen, seien gewarnt: Nicht zum unüberlegten Ampelsprint herausfordern. Der Mann ist Rennfahrer, er braucht keinen Bigblock! Und wenn alle Stricke reißen, packt er seinen Falcon aus.

US-Car Stellplätze in Stuttgart !

Ab sofort können wir im platzmangelgeplagten Stuttgarter Ballungsraum 45 Stellplätze für US-Klassiker in unserem eigenen "Parkhaus" anbieten.

Interesse? 07151-9842266 oder eMail an service@oldschoolcustoms.de


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