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Classic American Musclecars
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1959 Chevrolet Impala Convertible

Factsheet

1959 Chevrolet Impala Convertible Export
283 cui V8 (4.6-Liter) 230 hp
Powerglide 2-Speed Automatic


The Prisoner

Gar nicht lustig ist die Geschichte dieses wunderschönen Impala Cabrios. Der Fullsize-Kreuzer aus dem spektakulärsten Automobilbaujahr der Geschichte hatte eigentlich alle Voraussetzungen für ein glückliches Autoleben: Geboren im Werk Flint in Michigan, als Mitglied der populärsten PKW-Baureihe des vergangenen Jahrhunderts, ausgerüstet mit dem echten Smallblock, Chevy's 283cui-Wunderwerk. Aber dann kam alles anders. Niemand weiß mehr genau, ob der Chevy immer schon für Europa bestimmt war - darauf deuten einige ungewöhnliche Details, etwa der ultra-rare km/h-Tacho, hin - oder ob der Wagen erst nach ein paar Jahren exportiert und dann sorgfältig umgerüstet wurde. Dafür sprächen unter anderem die Registration-Sticker aus New York von 1962 und 1963 hin, die sich noch an der Windschutzscheibe fanden. Tatsache ist, der erste Besitzer in Europa, ein Österreicher, fuhr den Wagen einige Jahre, um ihn dann in den späten Sechzigern einem Mazda-Händler zur Reparatur zu überlassen. Aus dieser Reparatur wurde nichts, ein Schelm wer "Mazda" dabei denkt, und so stand sich das Fullsize-Cabrio viele Jahre die Reifen platt. 1973/74 entsorgt der Händler das mittlerweile ordentlich heruntergekommene Flossenungeheuer an die lokale Narrenzunft.

Im dunkelsten Kapitel der Österreichischen Straßenverkehrsgeschichte wird das stolze Cabrio seines Kofferaumdeckels beraubt, erhält eine solide Trittleiter ans Heck, die den Zugang zu einer Paradeplattform über der hinteren Hälfte des Wagens bietet, dann folgt noch eine Beschallungsanlage über der Motorhaube...Von 1974 an gibt sich die Narrenzunft einmal im Jahr große Mühe, den großen Chevrolet während des Faschingsumzuges möglichst lustig zu Tode zu prügeln.Offenbar haben die österreichischen Spaßvögel die Rechnung ohne den General gemacht. Jahr für Jahr, bis 2012, insgesamt 38 Jahre lang, erträgt der Impala jeden Mißbrauch. Die Karosserie beginnt sich durchzubiegen, der Rahmen sinkt zusammen, aber der Chevy gibt nicht auf. 2012 kapitulieren die Narren endlich vor dem Detroiter Schlachtschiff.Der Zufall bringt einen deutschen Impala-Spezialisten ins Bild, der den geschundenen, schwerverletzten Impala aus den Händen der Foltertruppe befreit und ins sichere Deutschland bringt. Gerüchte über den Überlebenden der Jahrzehnte währenden Narrenhaft in den Händen der bösartigen Spaßmacher machen die Runde - so wird OSCW im Sommer 2012 auf den Wagen aufmerksam.

Besichtigung und Kauf gehen Hand in Hand, und noch am ersten Abend wird der ehemalige Gefangene der Narrenzunft von den Merkmalen seiner Sklaverei befreit. In den Schrott wandern Plattform, Treppe und Beschallungsgeräte, dann verschwindet die demütigende rot-gelb-grüne Sträflingskleidung des Zwangsarbeiters unter linderndem schwarzroten Metalflake-Lack, aufgetragen in wenigen Stunden, ohne Vorbereitung. So hat der Wagen zumindest seine Würde wieder, und darf einige Kilometer auf echten Straßen mit nur einem Passagier absolvieren, bis er Im Dezember 2012 schließlich totaldemontiert wird. Nach der vollständigen Ausrichtung und Instandsetzung der völlig zertrampelten Karosserie und dem Wiederaufbau des zusammengedrückten Rahmens und Fahrwerks darf der Wagen voraussichtlich Ende 2013 voll restauriert wieder in seinen originalen Farben als freier Chevrolet auf deutschen Straßen rollen.Sollte er dann, wie einst ein Plymouth mit dem Namen Christine, ein Eigenleben entwickeln, und in Österreich auftauchen um dort Narren niederzuwalzen - hey, selber schuld.

Weiteren Lesestoff zu diesem Fahrzeug finden Sie hier.

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