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Don't fuck with the rocketman - Pt. 4

Corvette - Teil 4

Dann passiert das, was man Europäern vielleicht am besten als „amerikanische Mentalität“ nahebringen kann - „Lösen Sie das Problem, egal wie“, oft auch wiedergegeben als „Beg, Borrow, Steal“. In nur zwei Jahren prügelt GM seine Produktpalette CAFE-reif.

Zum Modelljahr 1977 tritt CAFE in Kraft, und zum Modelljahr 1977 hat GM seine Produktpalette dramatisch verkleinert. Fullsizes verwenden jetzt den Midsize-Rahmen, Midsizes werden 1978 auf Compact-Größe gestutzt, Big Blocks fallen komplett aus dem Programm, selbst der 350 cui (5.7-Liter) Small Block V8 wird nach 1979 in PKWs nur noch an „besonders Berechtigte“ verkauft, sprich Polizei- und Feuerwehrdienste. Schon 1976 liefert Cadillac Autos mit Einspritzanlagen aus, und 1981 erscheint das THM200-4R Automatikgetriebe - mit vier statt drei Gängen.

„Downsizing“ nennt GM diesem Gewaltakt, und „Downsizing“ nennen vor allem Europäer heute alles, was mit verkleinern zu tun hat... hier, denken Sie dran, wenn Sie das nächste Mal „Downsizing“ sagen, und wenn Sie das Wort im Zusammenhang mit einem deutschen Autobauer verwenden, verneigen Sie sich in Richtung Westen.

Chrysler hat zu diesem Zeitpunkt keine Wahl mehr, und kopiert GM einfach komplett, für den kleinsten der „großen drei“ US-Autobauer geht es ums nackte Überleben. Ford, die FoMoCo, glaubt daran, das CAFE gekippt wird – und downsized ersteinmal überhaupt nichts. Im Gegenteil. Merken Sie sich dieses Gegenteil, denn es wird gleich immense Folgen für GM und die Corvette haben, aber ersteinmal zurück nach 1976.

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Don't fuck with the rocketman - Pt. 3

Teil 3 der Corvette-Geschichte: C3, Yom Kippur & CAFE.

1968 erscheint die dritte Generation.

Die dritte Generation ist jene „Coke Bottle“-Generation, die erst vor ein paar Jahren das öffentliche Wohlwollen zurückerlangt hat. Technisch gesehen - ein Punkt über den alles andere als Klarheit herrscht – ist die C3 der zweiten Generation sehr, sehr ähnlich. Anfangs zumindest, denn dann kam alles anders als geplant. In die Lebensspannne der Generation Drei fallen drei Ereignisse, die jedes für sich geeignet waren, den Sportwagenbau als Ganzes für immer zu beenden, und die C3 hat alle überlebt – allerdings nicht, ohne deutliche Spuren davonzutragen.

Sehen Sie, die dritte Generation war von 1968 bis 1982 in Produktion – das sind 15 Modelljahre, in einem Land, das den jährlichen Modellwechsel intensiver als jedes andere gepflegt hat, und in dem 4-6 Jahre für einen Generationswechsel die Norm gewesen sind. 15 Jahre Coke Bottle-Corvette konnten nicht grundlos passieren.
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Don't fuck with the rocketman - Pt. 2

Zweites Kapitel der Corvette-Saga.

1963. Erstes Jahr der zweiten Generation Corvette. Einziges Jahr der zweiten Generation mit dem Mittelsteg im Heckfenster. Kennen Sie, heißt „Split Window“, wurde schon 1964 weggelassen. 1965 ist das Jahr des ersten Big Blocks. Mark IV heißt das Ding, und seine Ahnenreihe ist kurz, denn sie besteht im Wesentlichen aus dem W-Block. Mark II dürfen Sie sich wegdenken, Mark III hat es nie gegeben, trotzdem heißt der „Big Block“ V8 von 1965 Mark IV. 396 Kubikinch (6.5 Liter), 425 hp, amtliche Zahlen damals wie heute.

Der größte 1965 verfügbare Small Block hatte 327 cui (5.4 Liter) und in der höchsten Leistungsstufe... 375 HP. Erstaunlich kleiner Unterschied, meinen Sie? Tja. Schauen Sie auf 1966: Kein 396 cui mehr, da wurde der 396 abgelöst vom 427 cui mit... wahlweise 390 oder 425 hp, der stärkste 327 cui hat noch 350 hp.

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Don't fuck with the rocketman - Pt. 1

Ohne weitere Vorrede: Timothy Francis Leary, meine Damen und Herren!

Den hätten Sie hier jetzt wahrscheinlich nicht erwartet, denn der hat mit Autos eigentlich wenig zu tun, stimmt soweit. Daß er hier trotzdem auftaucht, liegt daran, daß niemand sicher sagen kann, wie genau Learys letzte Worte gelautet haben, als er am 31. Mai 1996 gestorben ist.

Der gängigen Überlieferung nach soll Leary „Why not? Yeah“ gesagt haben, was, wenn Sie mich fragen, große Hoffnungen für das Jenseits weckt. Eine andere Überlieferung behauptet, Learys letzte Worte wären „Don't fuck with the rocketman“ gewesen.

Diese Überlieferung ist viel weniger abwegig, wenn Sie wissen, was mit Learys Asche geschehen sollte, und am Ende auch geschehen ist. Tut hier aber nichts zur Sache, merken Sie sich einfach nur den Satz selbst:

Don't fuck with the rocketman.

Das hier ist die Geschichte der Chevrolet Corvette.

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Kommen Sie schnell rein

Hallo. Warten Sie schon lange? Kommen Sie schnell rein.

Wir schauen uns heute nochmal eine Schlüsselfigur des US-Autobaus an, einen von den ganz großen Namen... Charles F. Kettering, den Mann aus der Zukunft. Wo Ihnen doch Time-Cover so gut gefallen.

Kettering genießt insbesondere unter Ingenieuren bis heute eine gewisse Popularität, die merkwürdiger Weise oft gar nicht in Zusammenhang mit seiner Arbeit steht. Damit Sie den Mann aus Ohio richtig einordnen können: Kettering ist Zeitgenosse der großen Autopioniere um Ford, Durant und Chrysler, er war fast 30 Jahre Entwicklungschef von GM, und seine Arbeit hat den Lauf der Welt nachhaltig beeinflußt.

Wenn Sie drei wichtige „Erfindungen“ des „zitierbarsten Mathematikers aller Zeiten“ nennen müßten, dann wären das wahrscheinlich das Kettering Ignition System, der elektrische Selbststarter und das Freon. Soweit sind viele Autofans mit Ketterings Arbeit vertraut, und alle drei sind relativ schnell in Relation gesetzt:

Erfindung Nummer 1:

Das Kettering Ignition System. Beim Kettering Ignition System (auch „Delco Ignition System“) handelt es sich um jene technische Anordnung, mit der quasi alle PKW der Welt bis zum Auftauchend der elektronischen Zündanlage in den späten Sechzigern ausgerüstet waren.

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BIG BLOCK - SMALL BLOCK

Ah, Sie sinds. Kommen Sie rein. Wir haben noch etliche Grundlagen-Themen zum durchsprechen.

Zur Auflockerung vor dem Wochenende aber heute mal einen Klassiker, ok?

BIG BLOCK - SMALL BLOCK

Achtzylinder gibt es fast solang wie das Automobil selbst. Bei weitem nicht alle davon hatten V-förmig angeordnete Zylinderbänke, was aber hier keine Rolle spielt. Merken Sie sich einfach den Ford Flathead von 1932 als den ersten Massen-V8 und den Cadillac-V8 von 1948 als den ersten „modernen“ V8. Danach ist die Geschichte lang und bunt, und besonders wenns um klassische „Amerikaner“ geht, weiß jeder: Bigblock! Smallblock! 500 PS!

Zügeln Sie sich bitte noch kurz, wir müssen das kurz sortieren.

Wie immer war am Anfang das Wort. Das Wort lautete Small Block V8, und unter diesem Arbeitstitel sollte Ed Cole für das Modelljahr 1955 einen V8 für Chevrolet konstruieren. Chevrolet hatte nämlich keinen.

Stellen Sie sich das so vor: Cadillac, Oldsmobile, Buick und Pontiac tanzen auf dem General Motors-Ball, während in der Küche William Durants wunderschöne, wohlgeformte – aber uneheliche – Tochter Chevrolet in Lumpen gehüllt die Erbsen sortiert oder was auch immer in den Märchen so in der Küche getan wird. Chevrolet mußte zwar in der Küche bleiben, aber trotzdem konnte man seitens der Konzernführung nicht zulassen, das aus der sozial inkompatiblen Bastard-Tochter eine Schande wird. Wo kämen wir denn da hin. Alle anderen großen Hersteller hatten schon einen V8, nur Chevrolet war an den Reihen-Sechszylinder gekettet, ein Umstand, der 1954 langsam als unnötig grausam wahrgenommen wurde.

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Frame Off-Restauration

Guten Abend, schön daß Sie wieder hier sind... Bleiben wir noch kurz bei Karosserien?

Sie wissen ja, nichts ist beim amerikansichen Klassiker so beliebt und so prestigeträchtig wie die "Frame Off"-Restauration... Geht doch nichts über so einen Frame-Off restaurierten Mustang oder Mopar-Midsize… oder? Doch. Präziser Sprachgebrauch zum Beispiel.

Natürlich ist präziser Sprachgebrauch nicht Jedermanns Sache, drum kann man besonders im deutschsprachigen Internet zum Beispiel von 351C Ford Bigblocks oder dem Bigblock 403 von Oldsmobile lesen, was jeweils einzeln, aber verschieden falsch ist, oder von Getrieben, die "ein Overdrive" haben, was nie der Fall ist, aber wir schweifen ab. Karosserien. Frame-Off.

Seien wir präzise, ja?

Zwei grundsätzliche Karosserietypen werden im Massen-Automobilbau des 20. Jahrhunderts hauptsächlich angetroffen, ein dritter weniger häufig, und alle anderen kaum. Diese hier:

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THE B-DAY 2018

Mit großer Freude weisen wir darauf hin, daß auch der B-Day 2018 mit der Unterstützung von Europas wichtigster Streifenwagen-Organisation (dem IPCOE) und von den geheimen Herren in den schwarzen WX3 (der Organisation B.O.E.S.E.) stattfindet.

Auch das Poster Car für 2018 ist kein Unbekannter: Es ist "der Überlebende", das letzte existierende Tri-Niner Pilot Car, ein im Frühjahr 1994 gebauter Vorserien-95er mit ALLEN verfügbaren Special Equipment Options (und Einsatzgeschichte als Sicherungsfahrzeug auf dem GM Desert Proving Ground Hochgeschwindigkeits-Testtrack).

Jawohl, auch 2018 sind Cruise, Burger und limitierte B-Day-Shirts fester Bestandteil der Planung.


Interesse? 07151-9842266 oder eMail an service@oldschoolcustoms.de


Old News

8th Southern Muscle Car Showdown

Die Rahmenbedingungen sind auch beim achten SMS unverändert: NUR amerikanische Autos auf dem Gelände, keine Neuwagen, keine Nutzfahrzeuge, keine Vans, kein Eintrittspreis, keine Country-Bands, keine Kirmes-Händler, keine Stripshows, keine Showbühne, keine Pokale, kein Moderator.

Heiße Autos.
Heiße Hamburger.
Fertig.